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4 (1923)
Seite
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(v.) SchönbornScholz von Schollenstern.

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(nicht Pottschapplitz). Johann (Hans) Hanbold (I 622; II 803)auf Wartha verkauft sein Lehn- und Rittergut Ober- und Nieder-Wartha seinem Bruder Hans Wolf (II 803), wie er solches ausder väterlichen Erbschaft gemäss Rezesses vom 22. April 1689 an-genommen, für 20 000 Taler. In dieser Summe eingeschlossene1750 Tlr. Ehegeld und 2000 Tlr. Kapital, zuständig der Mutterder beiden Brüder, Frau Ursula Margarethe, geb. v. Ponickau (II 803),behält Käufer zur Verzinsung. In dem Kaufvertrag, actum Berthels-dorf, am 19./29. November 1692, wird auchdes jüngst verstorbe-nen Bruders Heinrich Gebhard v. Sch. (II 803) gedacht undseinerBerthelsdorfischen Witwe Helena Dorothea geb. v. Gers-dorff. Die Gattin des Verkäufers ist Erdmuth geb. v. Goetz(I 622). Ihr Leibgedinge wird auf sein neu angenommenes GutBerthelsdorf transferiert (Mitteilung von H. Dr. Pilk aus dem Schloss-archiv Neukirch). Carl Christian Gottlob (II 806), geb. 1724,trat 26. November 1742 in das Kadettenkorps in Dresden ein, wurde8. März 1744 Fähnrich im I.-R. v. Schönberg, 1746 Leutnant derGardeducorps, 1748 a. D., erhielt später den Charakter als Major,starb 10. Oktober 1772. (v.) Schimborn, Johann (II 810) war auchin Löbau ansässig. Am 2. Juli 1583 verkauft derehrnveste, erbarund wolweysse herr Hanns Schönborn zu Teichnitz und Ohne [Ohna],bürger und des raths in Budissin sein Färbehaus und Garten inLöbau, vor dem Zittauer Tore, samt einem Färbekessel, an OnophriusKiesemann für 300 Görl. Mark. (H.-St.-A. Amts-Ger. Löbau, Kauff-buch 15811606, S. 43). Scholz v. Schollenstern (II 820). Nachneueren Forschungen über Bartholomäus Scultetus und seineFamilie (Koch im Neuen Laus. Mag. Bd. 92, S. 46 ff., vergl. auchGräve, ebenda Bd. 3, S. 455 ff.; Jancke, ebenda Bd. 35, S. 134 ff.)hatte sich dieser am 24. April 1570, also als Dreissigjähriger, mitder 44jährigen Witwe Agnes Tiele, Tochter des Görlitzer BürgersThomas Winckler, vermählt. Sie starb bereits am 15. August 1572.Eine zweite Ehe schloss er am 26. Januar 1573 mit der 15jährigenHelene Röber, gestorben 14. Oktober 1623, einer Tochter HansRöbers d. A. und seiner Gattin Justina, geb. Heuner. Aus dieserseiner zweiten Ehe hatte Bartholom aus sechs Kinder (af): a) MichaelHonorius, geb. 28. September 1574, wurde im Sommer 1590 aufder Universität Frankfurt a. d. O. inskribiert (Neues Laus. Mag.Bd. 62, S. 190), zog 1592 mit Friedrich v. Zedlitz auf Merzdorf,Rat der schlesischen Kammer, nach Ungarnsamt den schlesischenSoldaten, kehrte 1593 in die Heimat zurück. Seine weiteren Schick-sale sind unbekannt; b) Helena, geb. 29. April 1577, gest. 5. Mai1654, verm. I. 1596 mit dem Zöllner Joachim Tunkel, gest. 1613;II. 1622 mit dem Rechtsgelehrten Michael Keller in Bautzen;c) Emanuel Friedrich, geb. 6. März 1580, Wurde im Winter 1592auf der Universität Frankfurt a. d. O. inskribiert,non iuravit(Neues Laus. Mag. Bd. 62, S. 191), testierte am 31. Oktober 1641in Görlitz (Ebenda, S. 198 A 141), gest. . . ., besass von 16141622