v. Le Coq—v. Lest.
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bittet um Lehnsrekognition wegen des Gutes Crosta. Sie schreibtu. a.: „Die unterschidliche acten zwischen meinen Söhnen alss dennehesten Lehns Trägern vndt des verstorbenen George von Lawaltssehligen, vom Vater leiblichen Brüdern, Sowol titul des von Schön-felts auf Dumenicz [Thumitz] sehligen ehefrawen, erst des Georgevon Lawalts Tochter, Söhne wegen des Guttes Crustaw vndt der Brand-stelle in Budissin habe ich mit gebärender reuerenz empfangen“ . . .(Lehnsakten Crosta). — Die gleiche Schildfigur wie die v. L., deneinen Eing haltenden gebogenen Arm, führen auch die v. Dahmeund v. Oelsen. — Ein Herr Ernst v. Walther, Pideikommissbesitzerauf Assern bei Subbath in Kurland, dessen Ahnen im Mittelalter,wie er uns im Jahre 1914 mitteilte, aus Mitteldeutschland in dasGrossfürstentum Litauen eingewandert seien, führt seine urkundlichbelegte Stammreihe bis auf einen Thomas Walther zurück, derdurch Lehnbrief des Königs Sigismund III. von Polen, d. d. Warschau,den 3. April 1588, im ererbten Besitz des Eittergutes Hrutuny amBach Sklepica bestätigt wurde. Mit diesem Gute seien WalthersVorfahren erstmalig vom Grossfürsten Witold von Litauen (1392 bis1430) beliehen worden. Das Geschlecht v. W. stammt der Traditionnach aus der Lausitz und ist eines Stammes mit den „v. Lehwaldt“(Lawalde). Die v. W. sind als ein deutsches Geschlecht in den fürden Uradel vor behaltenen VI. Teil des Eussischen Adeligen Geschlechts-buches und ihr Wappen in das Allgemeine Eussische Wappenbucheingetragen worden. — Die v. Walther führen im Schilde dengebogenen, geharnischten, einen Eing haltenden Arm. Kleinod:Wachsende, gekrönte, mit drei Federn besteckte, bezopfte Jung-frau, die Linke in die Hüfte stemmend, mit der Hechten einenEing emporhaltend. — Der Name Lawalde oder ein ähnlichklingender findet sich in Görlitz auch als ein bürgerlicher. Soerhält beispielsweise im Jahre 1428 ein Söldner namens Lauwen-wald, als er nebst anderen von Lauban aus der Heerfahrt kam,für Zehrung von der Stadt Görlitz eine Summe Geldes ausgezahlt(Jecht, cod. diplom. Lusat. sup. II, I 587). In Frauenburgs Diariumwird beim Jahre 1457 ein Görlitzer Krämer Martinus Lawenwaldund sein Weib erwähnt (Jecht, Quellen zur Geschichte von Görlitz,S. 131). — In der Niederlausitz begegnen wir der Adelsfamilie L.bereits zu Anfang des 15. Jahrhunderts: In einer zu Guben aus-gestellten Urkunde Hansens von Kottbus und seines Sohnes Eeyn-hard vom 16. Mai 1408 erscheint unter den Zeugen ein HansLawalde und zwar wird er genannt zwischen Heinrich v. Korbizund Hans Wederinne. — v. Le Coq, Carl Christian Erdmann(II 15). Vergl. über ihn auch den nach dem Druck des II. Bandeserschienenen Aufsatz: „Der Kgl. Sächs Generalleutnant und Konferenz-minister Karl Christian Erdmann Edler v. Lecoq, 1767—1830 vonJoh. Edm. Hottenroth, Sonntags - Beilage des Dresdner Anzeigers1914, Nr. 19 ff. — v. Lest, Hans Heinrich (II 21). Ein frühverstorbener Sohn desselben ist Wolfgang Bernhard v. L., dessen