Druckschrift 
4 (1923)
Seite
28
Einzelbild herunterladen
 

28

v. Hartmannv. Hauenstein.

Quote; so betrug z. B. 1674/75, 1675/76 die Quote des GörlitzerKreises 4 Tlr. 2 Gr. 9 Pf., 1691/92 die des Bautzner Kreises 5 Tlr.21 Gr. 8 Pf. (H.-St.-A. Loc. 9592, Land-Rechnung des FürstenthumsGörlitz von Weyn. 1674 biss Weynachten 1675, S. 42; 167576,S. 44; Loc. 9593, Land-Rechnung Budiss. Creises 1691/92, Bl. 31b).Seiner Gattin Anna Catharina v. H., geb. v. Gersdorff, gewährtendie Stände 1674/75 3 Tlr. (H.-St.-A. Loc.'9592, Land-Rechnung etc.S. 47). Ein Christian Ulrich beabsichtigte, wie er, Naumburg den3. Juni 1678 dem Kurfürsten schrieb, mit Frau, Kindern und Gesindenach Dänemark zu reisen und erhielt, Dresden den 14. Juni 1678einen Pass (H.-St.-A. Loc. 8299, Passbrieffe anno 1670 ff. Bl. 173).Ueber in Dänemark lebende v. Harstall vergl.Der deutsche HeroldXXI. Jahrgg. 1890, S. 21. v. Hartmann (1792) (I 657). AlsStammvater des Geschlechts gilt nach der handschriftlichenChronikder Familie von Hartmann, verfasst vom K. S. Oberst a. D. CarlHans v. Hartmann in Niederlössnitz bei Dresden (geb. Leipzig14. Mai 1844, verm. Dresden 4. Mai 1869 mit Anna Gabriele, geb.v. Göchhausen-Reichard, geb. Dresden 30. Juni 1846, gest. Nieder-lössnitz 10. März 1920) Christoff H., Bürger in Kamenz. Seingleichnamiger Sohn Christoph H., get. Kamenz 17. November 1599,begraben daselbst 31. Mai 1682, war gleichfalls Kamenzer Bürgerund Meister der Leineweberei. Dessen Sohn, M. Christoph H.,geb. Kamenz 26. Mai 1645, gest. das. am 26. Mai 1730 (I 657), führtals Siegel ein Wappen, dessen Schildfigur genau mit der des demGeschlecht i. J. 1792 bei der Nobilitierung verliehenen Wappensübereinstimmt. Das Kleinod beiderWappen zeigt einige Verschieden-heiten. v. Haiienstein (I 665). Die drei Gebrüder Hauenstein,Georg, Amtmann zu Sonnenwalde, Fabian, gestorben als ersterevangelischer Pfarrer zu Senftenberg 1555 und Heinrich, angeb-lich Oberst eines kaiserl. Reiterregiments in Ungarn erhielten vonKönig Ferdinand von Böhmen, Bautzen den 23. Mai 1538, einenWappenbrief (Wien, Minist, des Innern, Protok. lib. VII, 11). GeorgsSohn Abraham, geb. 1542, gest. 1621, erst v. Promnitzscher Amt-mann zu Hoyerswerda, dann Bürgermeister von Senftenberg, hinter-liess vier Söhne, deren einer, den grossväterlichen Namen Georgführend, Bürgermeister und Kastenverwalter in Senftenberg war.1572 geboren, starb: er 1634. Der Sohn dieses Georg erhielt nachdamaliger Sitte den Namen seines Grossvaters Abraham, wurde1609 geboren und starb 1692 mit Hinterlassung von Töchtern undSöhnen, deren einer unser Hans (Johann) Heinrich v. H., kur-fürstlich Sächsischer Hauptmann, ist. Das den Gebrüdern H. imJahre 1538 verliehene Wappen zeigt in Rot einen silbernen Sparren,darüber zwei gekreuzte eiserne Hauen mit goldenen Stielen. Ge-krönter Helm. Kleinod: Zwei schwarze Flügel,weiss und goldenbesprengt, zwischen ihnen die gekreuzten Hauen. Dieses Wappenentspricht also durchaus dem von uns angegebenen Siegel. Vergl.A. Ressel, Mitteilungen des Vereins für Heimatkunde des Jeschken-