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sind. Ein Blick zum Himmel, ein Blick in die herrlicheNatur und auf ihre reichen Gaben müsse Men Unwillen,allen Zorn, alles Heftige, Aufbrausende und Empörtein uns zum Schweigen bringen, müsse nichts als einesanfte Stille in uns zurück lassen- Daß wir den Feindlieben wie den Freund, das kann man nicht von uns ver-langen: denn esistwider die Natur. Aber, daß wirohne Erbitterung an den Feind denken, daß wir seinenAnblick ertragen können ohne Leidenschaft, daß wirihmsein Unrecht und seine Gewaltthatigkeitcn vergeben,daß wir ihm Gerechtigkeit widerfahren lassen, daß wir ihnmit Billigkeit beurtheilen, das wir alles thun, was wirkönnen,dicAussöhnung zu erleichtern,daß wir ihn freund-lich entgegen kommen, daß wir den Schaden vergüten,den wir ihm zugefügt haben, daß wir selbst Gelegenhei-ten, ihm nützlich zu werden begierig ergreifen: das kannallerdings von uns verlangt werden; das verlangt dasEvangelium Jesu, das verlangtdas gegenwärtige Fest.In jeder Hinsicht sey es uns ein Fest der Liebe. An Got-tes reichem Tische sey aller Groll vergessen. Alles, wasMensch heißt, alles, was zur Familie Gottes ge-hört, umfasse heute unser Wohlwollen. Alles erfahrees, daß wir Christen sind, daß wir nach dem Muster derewigen Liebe uns gebildet haben. Mit diesen Vorsätzen -lasset uns aus einander gehen. Der Herr geleite unsimmerdar, und sepunsgnadig. Amen.