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immer vorschwebt, einmal vergessen, um die Angelegenheiten unsrer Brüder, ihre Bedürfnisse, ihr Elend undihr Wohl zu beachten, um zu erforschen, welche Ansprü-che sie an uns haben, welche Erleichterungen sie von unserwarten, welchen Mangeln wir abhelfen, und was wirsonst zu ihrem Besten thun können. Heute sollen wir unsdaran erinnern, daß noch viel Noth in der Welt ist, unddaß Tausende selbst das Fest der Freude nicht anders alsmit schwerem Herzen feycrn können. Heute sollen wiralleserwagen, was die Gesinnungen des Wohlwollensbefördert, und vorzüglich dasjenige, wodurch diesesFest ein Fest der Menschenliebe wird, den Dank, wo-zu uns die Liebe Gottes gegen uns verpflichtet, das er-habene Muster, was wir an ihm besitzen, unsre Abhän-gigkeit von einander, unsre Verwandschaft mit einan-der, unsre Verbindung zu Einer großen Gottesfamilie.Aber nicht allein dies; alles, was sonst noch den Geist sei-nen selbstsüchtigen Bestrebungen entreißen, was ihn mitAchtung gegen die menschliche Narur erfüllen, was ihnzu edclmüthigen Anstrengungen begeistern kann, istwehrt ihn heute zu beschäftigen. . Bedenket es heute:die Menschen, gegen die Ihr oft so gleichgültig scpd, dieIhr oft nicht anders behandelt, als wären sie bloß Werk-zeuge für Eure Absichten, sind göttlichen Geschlechtes;ein unsterblicher Geist beseelt sic; sie besitzen alle Fähig-keiten, das'Große zu erreichen, das Gute wirklich zumachen; sie haben mit Euch nicht allein gleiche irdische,sondern auch gleiche ewige Bedürfnisse, dieselbe Bestim-mung, dieselben Hoffnungen. Bedenket, daß Liebeder Inbegriff aller Pflichten, das vornehmste Geboth