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Festpredigten
Entstehung
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chm so nahe angehören, wird sich von selbst in ihm bilden ;das Bewußtseyn der glücklichsten Gemeinschaft wird ihnzur Lheilnahme stimmen und ihnen Bereitwilligkeit zujedem Dienste einflößen.

Endlich müssen wir das Fest dee Ern-te ein Fest der Menschenliebe nennen,weil es ein Vorbild ist jenes großen E r n-tetageö, wo ein jeder die Früchte seinerWerke davon tragen soll. Welche werdend«die Glücklichen seyn, die mit Freuden ihre Garben brin-gen. Nicht die, welche aufErden das Glück begünstig-te , nicht die, welche hier die meisten Ansprüche machten,und welchen hier am meisten zufiel. Nicht die, welchedurch Gaben des Verstandes glanzten, nicht die, wel-che-durch große Kräfte Aufmerksamkeit und Bewunde-rung erregten, nicht die, welche hier wunderbare underfolgreiche Fhaten gethan,^ sondern die, welche hierviel geliebet und in Liebe köstlichen Saamen unter ihreBrüder gestreut haben. Dorr gilt nur das Herzunddes Herzens Adel ist Liebe. Denen verheißt der Herrdie herrlichen Belohnungen der zukünftigen Welt, diehiep den Hungrigen speisten, den Durstenden tränkten,den Nackten bekleideten, den Gefangenen besuchten undden Fremdling beherbergten. Alle Hoffnungen und alleAnsprüche, womit wir der künftigen Ernte entgegen se-hen gründen sich auf unsre Uneigennützigkeit, auf un-fern Gemeingeist, auf unser Mitgefühl, auf unfernDiensteifer, aufunsre Gefälligkeit und Freundlichkeit,auf unsre Nachgiebigkeit und Versöhnlichkeit, auf unsreSelbstverläugnung und auf unsre Aufopferungen. Und