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man ihnen zurufen: werdet eurer geistigenNatur inne, erwachet aus den Traumendes Sinne nlebens, reißet euch l o S vonfernen schimpflichen Fesseln.
Wage ich zu viel/ wenn ich behaupte/ daß die-ses/ mehr oder weniger/ bey dem größten Thcile uns-rer Zeitgenossen der Fall ist ? Die Meynungen / dieman allenthalben hagt/ die Zwecke/ die man sich al-lenthalben vorsetzt/ die Genüsse, die man allenthal-ben sucht/ verrathen zu deutlich eine überwiegendeMacht der Sinnlichkeit/ große Entfremdung vom Gei-stigen. Aber auch die Noth/ die man allenthalbenantrifft/ gibt davon traurige Beweise. Lasser michdaher die/ gestern/ ihrem Inhalte nach/ entwickelteForderung/ jetzt auf die bey den meisten herrschendeDenkart anwenden. Wenn ich gestern redete / wieder Sinn des Apostels mich reden lehrte: so werde ichheute reden/ wie es die Bedürfnisse der Zeit erhei-schen. Wenn ich gestern zu Menschen sprach/ die sichdem Leben des Geistes genähert haben, und in denenes schon wirklich rege ist: so werde ich heute zu Euchsprechen/ die Ihr noch wenig oder nichts von demsel-ben bey Euch antreffet. Wenn ich gestern mich anMenschen wendete/ auf die das Evangelium Jesu nochEinfluß hat: so wende ich mich heute an Euch/ dieIhr in der Schule des Jahrhunderts gebildet seyd/und seinen Geist in Euch ausgenommen habt. MogetIhr mich hören mit der Aufmerksamkeit, welche eineso wichtige Angelegenheit wehrt rst.
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