gefunden wird, die ihre Verwandschaft mit Gott er-kennen, und dort oben ihr Vaterland suchen, diedie Pflege und Bildung des Geistes für das Wichtig-ste halten, was sie hier besorgen können. Auch fürdiese bleibt es eine große Forderung, eine Forderung,die zu großen Kämpfen und Anstrengungen- führt,die nichts Geringeres als Umbildung der gewöhnlichenAnsichten, E fühle, Bestrebungen und Gcmürhöstim-mungen voraus setzt. Aber es fehlt ihnen nicht anFähigkeiten, die sie dazu tüchtig machen, an Antriebben, die sie befeuern, an Kräften, die sie unterstü-tzen.
Man muß indeß furchten, nicht einmal verstan-den zu werden, wenn man die genannte ForderungMenschen ans Herz legen soll, in denen sich eine hö-here Natur nur durch leise, kaum bemerkbare Spu-ren zu erkennen gibt, die in eine thierische Sinnlich-keit und dumpfe Trägheit fast versunken sind, die fastallen Sinn für das Wahre und Gute verloren, diees vergessen haben, oder nichts davon wissen wollen,-aß ein. unsterblicher Geist in ihnen wohnt, die in derSorge für den Körper ihre Kräfte erschöpfen, jundnichts mehr begehren, als sinnliches Wohlsepn. Sollman zu ihnen verständlich reden; soll man ihnen et-was ansinmn, was sie zu leisten fähig sind: so mußman sich in u ren Zustand versetzen, und seine Forde-rung auf derselben anwenden. Man muß, statt ih-
nen die Vollendung des geistigen Lebens zu zeigen, zu-en ersten Anfängen desselben zurückkehren. Stattihnen zuzurufen: werdet voll Geistes, muß