alles zu genießen, was das Herz nicht verunreinigt,die eben deswegen alles um so froher gewesen, weilsie es mit reinem Herzen, mit dankbarem Gemütheund mit frommer Erhebung der Seele genießen?Wie sollten sich die nicht freuen, denen nicht bloß diegegenwärtige Welt ihre au gesuchten Schätze anbie-thet, denen die künftige noch größere und beßre ver-spricht, denen da«, was sie hier genießen, ein Unter-pfand von dem ist, was sie dort vollkommener genie-ßen werden? Christen, die der heilige Geist derWahrheit und der Tugend beseelt, die der Geist ihrerReligion durchdrungen hat, haben immer Frieden,und freuen sich in dem Herrn alle Wege.
Möge dieser Friede Gottes über Euch kommen,die Ihr, Sklaven der Sinne, so ängstlich suchet,und nimmer fmdet, so eifrig begehrt, und das Er-langte bald verabscheut. Möge er Euch erquicken,Ihr Beladenen; möge er Euch starken, Ihr Müden;möge er Euch aufrichten, Ihr dahin Gesunkenen; mö-ge er abwischen Eure Thräncn, Ihr Weinenden;möge er Euch retten, die Ihr Euch unaufhörlichguält im Gewühl der Welt; möge er Euch Himmels-gefühl ins Herz senken, die Ihr noch kämpfen müssetgegen Euch selbst. Möge jene Freude, die vom Gei-ste kommt, Euch besuchen, die Ihr immer dürstet,immer Euch sehnt, und nie erlanget, was Eure Sehn-sucht stillen kann, die Ihr im Taumel des Sinnenle-bens verarmt, und ein reichbegabtes Leben trauernd