verkündigten sie Liebe, und suchten alles'zur Liebe zubilden. Immer betrachteten sie diese als das Vor-nehmste der christlichen Gesinnung. ^>ie Haupt«summa des Gebets, siegt Paulus, ist Liebevon reinem Herzen, von gutem Gewissenund von ungefärbtem Glauben. Und wiekönnen sie anders? Waren sie nicht von ihrem Mei-ster dahin angewiesen? Hatten sie nicht Liebe Gottesund des Nächsten, als das Vornehmste kennen gelernt?Sollten sie sich nicht eben dadurch als seine rechtenJünger bewähren , daß sie sich unter einander liebten?Harren sie nicht an ihm selbst das Beyspiel der groß-wüthigsten Liebe? Wahrlich, m. Br., wo Liebe ist,da ist göttliches Wesen, da regen sich höhere Kräfte ,da werden alle Neigungen veredelt, da zeigt sichmuth-volles Streben nach allem was vortrefflich ist.
Sind wir voll Geistes: dann sind wir auchvoll feurigen Eifers rm Guten; dannsind wir unaufhörlich bemüht, selbst imGuten zu wachsen, und andern Gutesmit zu th ei len. Wir freuen uns innig, wo wirGutes wahrnehmen. Alle unsre Kräfte Zerathen inBewegung, - wo sich Gelegenheit findet, Gutes zustiften. Keine Anstrengung ist zu groß, kein Hinder-niß zu mächtig, kein Opfer.zu theuer, kein Wider-stand zu ermüdend, wo die Psiichr uns zu etwas auf-fordert. Muthvoll und unerschrocken setzen wir unsVerderbnissen entgegen, bekämpfen wir Jrthümerund Mißbrauche, ^arbeiten wir an d>er Abstellung schäd-licher Gewohnheiten, an der Verbesserung herrschen-