Bewußtseyn unsrer Schwache und Fehlerhaftigkeitsich vor ihm in Demuth auflöste? Wir sollten ihnkennen als den Unendlichen, der Himmel und Erdeerfüllt, der ist und war und ewig seyn wird, ohnezur Anbetung hingerissen zu werden? Wir solltenihn kennen als den Regierer der Welt und unsrerSchicksale, als den, ohne dessen gnädigen Willen unsnichts begegnet, der uns immer nahe ist, und durchalles unser Bestes befördert, ohne daß ein kindlichesZutrauen zu ihm uns erfüllte? Wir sollten die gro-ßen Anstalten kennen, die er zu unserm Heile-getrof-fen hat, ohne daß er uns über alles theuer würde,ohne daß sich die stärksten und wärmsten Empfindun-gen für ihn in uns regten? Wir sollten die Borzügekennen, die er uns verliehen hat, und es sollte nichtein lebhaftes Gefühl unsrer Würde in uns entstehen,wir sollten uns nicht freuen des Besitzes der Fähigkei-ten und Rechte, die uns eben so sehr ehren, als sie zuunsrer Glückseligkeit beytragen. Wir sollten wissen,wozu wir berufen sind, und was wir erwarten dürfen,sollten wissen, daß wir ewig leben werden, wahrendalles Sichtbare vergeht, um uns immer höher emporzu schwingen, und wir sollten nicht darüber gerührtwerden? Der Blick in eine bessere Welt sollte un-fern Geist nicht erheben, nicht Sehnsucht nach ihrenGütern und Verbindungen in uns erwecken? Wirsollten belehrt seyn über Jesum und seine Verdienste,wir sollten ihn kennen als das Vorbild Gottes undden Freund der Menschen, wir sollten wissen, wie erso hoch gesinnet war, so heilig lebte, so edelmüthig
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