zu halten. Das dürfen wir nicht, wenn wir unsüberzeugt haben, der Geist Gottes verherrliche sichnoch immer unter den Menschen. Dann wissen wir,daß sie, so weit auch der Jrrthum verbreitet ist, nochimmer im Besitze großer Wahrheiten sind, daß, sosehr auch das Sittenverderben überhand nimmt, esnie an Tugend und ernstem Streben nach dem Höch-sten fehlt, daß, so sehr sich auch das Lasier der Men-schen zu verführen sucht, ihm nachdrücklich entgegengearbeitet wird; dann nehmen wir überall Anstaltenlind Hülfsmittel der menschlichen Rettung wahr; dannsehen wir alle Kräfte der Welt in einer, bald ge-räuschvollen, bald stillen, Bewegung, auf menschlicheGcmüther heilsame Eindrücke zu machen, Verstandund Gefühl aufzuregcn, Entschließungen zu erleichternund zu befestigen, und dem schwachen Wiü-n auf allemögliche Weise Unterstützung zu leisten; dann könnenuns die vielen Hindernisse der öffentlichen Wohlfahrt,mögen sie von Menschen oder von fremden Ereignissenherrühren, nicht verlegen machen; der Geist der All-macht, der das Weltall durchdringt, hat auch sie inseiner Gewalt, und wir erfahren täglich, wie er siein Werkzeuge zur Beförderung seiner Absichten ver-wandelt. Wo Gottes Geist wirkt: da müssen dieFolgen davon zum Vorschein kommen. Darum ver-zage doch keiner, der das Wohl seiner Brüder zu Her-zen nimmt. Denke doch keiner, die Menschen, inihrer Thorheit und Verderbtheit, sepen es nicht wehrt-Laß man sich um sie bemühe. Wo der Geist Gottessein Werk hat: da dürfen auch wir uns nicht schämen
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