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Festpredigten
Entstehung
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Dumpfheit gleichsam versunken waren, zum Gefühlihres höhern Dasepns, ihrer Würde und ihrer Be-stimmung erwachen: müssen wir dann nichtgestehen, daß der Geist Gottes sieh nochimmer unter uns verherrliche? Oder istdie gesellschaftliche Wohlfahrt, die Aufklärung undäußere Sittlichkeit, die Bereicherung und Verschöne-rung der Welt etna ein dieses Geistes nicht wür-diges Werk ? Sind diese Dinge nicht wieder Mittelder Wahrheit und der Tugend Wege zu bahnen?Umfaßt nicht das Wirken des göttlichen Geistes allesGute, Schöne und Nützliche? Ist. er nicht dieO.uelle, aus welcher jedes Vollkommene hervorströmt?Freplich sind es zum Theil Bemühungen der Menschen,aus welchen diese Verbesserungen zunächst entstehen;freplich sind die Absichten, welche jene Bemühungenleiten, nicht immer die edelsten: aber sollen wir dar-um den Geist verkennen, der sich der menschlichen Be-mühungen so weisheitsvoll zu bedienen? der ihre Er-folge so zu leiten und in das Ganze seines Planes zuverflechten weiß? Erscheint uns dieser Geist nicht nochherrlicher, wenn er selbst aus dem Unlautern und Ver-kehrten das Vortrefflichste hervorbringt?

So ist es also in vieler Hinsicht wahr, daß derGeist Gottes sich noch immer unter den Menschen ver-herrlicht. Er verherrlicht sich durch dieWahrheit, die noch immer gesucht, ge-funden und behauptet, durch die Tugend,die noch immer geübt und ver vollkom-met, durch die Gemüthsruh e, die noch