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Festpredigten
Entstehung
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382
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Z8r

Freude. Am meisten muffen wir da deine Herrlichkeitbewundern, wo du mit der Kraft deines heiligen Gei-stes wirkst. Da bricht das Licht durch die Finsterniß,da erwachen die Schlafenden, da fühlen die Müdensich gestärkt, da dringt neues Leben in die Erstorbe-nen , da strömt Himmelsruhe in die Herzen der Trau-ernden, da vereinigt Liebe die Herzen; die Wahrheitsiegt , die Tugend gewinnt großem Einfiuß, Gebre-chen verschwinden, und mächtig vermehrt sich mensch-liche Wohlfahrt.

Das verkündigt uns vorzüglich der heutige festli-che Tag. Als Lehrer der Wahrheit lebte und starbJesus Christus. Was sein Mund ausgesprochen,was sein ehrwürdiger Wandel und sein blutiger Tod,was seine Auferstehung Und seine Verklarung bestäti-get hatten, das versiegelte und verbreitete der Geistder Wahrheit. Von ihm erleuchtet, gestärkt und be-seelt, gingen die Bothen des Evangeliums hin, dasLicht des Evangeliums unter alle Völker zu tragen,aus allen Landern Menschen zu sammeln, die dich imGeiste und in der Wahrheit verehrten, und dir eineheilige Gemeine zu bilden zum ewigen Leben.

Daß wir zu dieser Gemeine gehören, daß unteruns Jesus gepredigt wird, und seine Wahrheit harteGemüther erweicht, Irrende zurecht leitet, Verdor-bene bessert, Schwache befestigt, Mühselige aufrich-tet, Weinende tröstet: das ist die herrliche Gabe dei-nes heiligen Geistes.

Möchten wir doch alle die Größe und den Wehrtdieser Gabe empfinden. Möchten die Liebe zur Wahr-