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Entstehung
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351
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Ihr rief Betrübten , Ihr Wankenden nnd Muthlosenin die Welt, in der jetzt allenthalben die HerrlichkeitGottes glanzt. Wo jetzt Wonne ist und Ueberflußdes Lebens; da war vor wenigen Wochen noch allesso abgestorben, wie jetzt Euer Herz, alles so öde, wiees jetzt um Euch her ist. Wie hat es sich geändert!Und bey Euch sollte es sich nicht andern? Der Gott,der überall in seiner Welt die Freude aus der Trauerkommen laßt, sollte das bey Euch nicht vermögen?Der diese große Umgestaltung vor Euern Augen be-wirkte , sollte nicht auch Eure Lage umgcstalten kön-nen ?. Und sind es nicht dieselben Gesetze, nach wel-chen er in der. Natur und im Leben des Menschenhandelt? Ist es nicht derselbe große und weisheits-volle Gang, den alles gehen muß? Der traurigeWinter mußte uns den schönen Frühling bringen; oh-ne jenen hatte uns dieser viel weniger Genuß gegeben.So wird auch dir dein Leiden Frieden bringen, undeinst den Genuß dieses Friedens erhöhen. Der'Tagder Erlösung kommt; und er wird dir ein Frühlings-tag seyn. Das Uebel ist immer. Vorbereitung desGuten; O ist die Ordnung des Ewigen.

Und. Ihr, die Ihr Euch gedemürhigt fühlt durchEure Schwachheit,, die Ihr im Gefühle derselben oftzweifelt, ob Ihr je werdet beträchtliche Fortschrittemachen,^ ob eS Euch je gelingen werde, Eure Fehlerabzulegen und im Guten einige Festigkeit zu gewin-nen , lasset den Muth nicht sinken. Der Ernst Ellcrsguten Willens verbürgt. Euch den. Sieg. Alles Guteentwickelt sich langsam; der Schwachheit entkeimt die