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am neu belaubten Baume. Alles ruft uns zu: herr-lich ist unser Gott, alles wird uns zum redenden Zeu-gen deiner Macht, Weisheit und Güte. Wir, de-nen du einen denkenden Geist und ein fühlendes Herzgabst, dürfen keine kalten und stummen Zeugen der-selben sepn. Uns gebührt cs vor allen, in die Lobge-fange der Welt mit einzustimmen. Für uns müßtees die höchste Seligkeit sepn, die Pracht deiner Wer-ke zu bewundern, und mit heiligen Empfindlingenvor dir anzubethen. Welche elende, verderbte Ge-schöpfe waren wir, wenn wir uns hier nicht kindischfreuten, wenn wir uns nicht dem Tande und der Ei-telkeit der Erde entrissen, um uns der wohlthuenden,herzerhebenden Betrachtung hinzugeben. Nie treffeuns dieser Vorwurf. So oft wir hinaustreten in dei-ne schöne Welt: schaue unser Auge entzückt deineWunder, und fühle sich unsre Brust erleichtert unterihren Lasten. Laß uns hier unsre Würde dankbar er-kennen, und den Vorzug, daß wir dieses alles genie-ßen, und uns mit unserm Geiste selbst zu dir empor-schwingen können, gebührend schätzen. Auf den Schau-plätzen deiner Herrlichkeit laß uns unsrer hohen Ab-kunft und unsrer Bestimmung für ein beßres Leben in-ne werden, damit wir stats derselben gemäß denkenund handeln, und alles vermeiden, was uns verun-staltet und erniedrigt. Auch an uns müsse man deineHerrlichkeit sehen; in Hoheit des Sinnes und Rein-heit des Herzens müsse sie aus unserm Leben hervor-strahlen. Es werde uns recht klar, daß die Erde, die