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Festpredigten
Entstehung
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dann aufkören schädliche Mitglieder der Gesellschaftzu seyn, wenn wir uns von ihm loSreißen, und daßjede glückliche Bemühung, den Zustand des menschli-chen Geschlechtes zu verbessern mit der Besserung deseignen Herzens und Lebens anfangt. Ja, m. Br-,ist cs Euch Ernst, die köstlichen Kleinode des Lebenszu retten, empfindet Ihr mit Schmerz die traurigeVerfassung der Menschheit, wünschet Ihr etwas zuihrer Erleichterung beizutragen: dann müsset Ihr je-der lasterhaften Neigung entsagen, jede lasterhafteLeidenschaft einschlossen und standhaft bekämpfen;dann müsset ihr sorgfältig Euch selbst bewachen, daßes sich Euer da nicht bemächtige, wo Ihr Euch bisherfrey erhalten habt. Hier bedarf es großer Vorsicht;denn weit verbreitet ist die verwüstende Herrschaft desLasters. Immer umgibt es uns, immer lauert esuns auf, immer stehen wir in Verbindungen, die ge-fährlich sind. Nirgends fehlt es an verführerischenBeyspielen und Ueberrcdungen, an Gegenständen,die unsre Begierden entflammen, und unser Herz an-zichen. Wie leicht stimmt man in das mit ein, wasallgemein gebilligt, gewollt und getrieben wird! Ehewir es merken, kann uns das Laster gewonnen, ansich gefesselt, und zu elenden Werkzeugen seines Ver-derbens gemacht haben. Nie die Aufmerksamkeit aufuns selbst zu verlieren, mißtrauisch zu seyn gegen dieGrundsätze und Sitten, die sich uns aufdringen wol-len, an nichts Zheil zu nehmen, und nichts nachzu-ahmen , was nicht das strenge Gericht des Gewissenserträgt, das Böse eifriger zu meiden als irgend ein