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niemand achtet als sich selbst; wo Rachgier und Bos-heit sich alles herausnehmen ; wo man die unverschäm-testen Ansprüche geltend zu machen und in muth-willigen Störungen, Kränkungen und Verwirrungenseine Freude sucht; wo die gute Sitte verachtet, dieEhrbarkeit unter die Füße getreten wird; wo dasLaster sich nicht mehr verbirgt, sondern sich wohl garseiner Schande rühmt; wo man von Bubenstücken,wie von Heldenthaten redet; wo eine thierische Sinn-lichkeit sich nicht mehr verschleyert; wo die Wohllustnicht mehr erröthet, zu Horen, zu sagen und zu thun,was alles sittliche Gefühl empören muß; wo Ehen ver-letzt und gebrochen werden; wo wahre Zärtlichkeit,Eintracht und Treue zu den seltenen Erscheinungen ge-hören; wo man das Leben unter den Seinigen alsein qualvolles betrachtet, und schon stillschweigend vor-aussetzt, Erhohlung und Freude sey nur außer demHause anzutreffen; wo Pracht und ausschweifenderAufwand alle Einfalt und Herzlichkeit verdrängen;wo man sich kein Vergnügen denken kann, ohne einenLupus und eine Verschwendung, welche die Kräfte dermeisten übersteigen; wo man die Erziehung der Kin-der entweder verwahrlost, oder den untauglichstenMenschen überläßt, oder gar absichtlich das Gute er-stickt, was die Natur in das Herz gelegt hatte; wodaS Gesinde trotzt und veruntreut, die Jugend unbe-scheiden widerspricht, und anmaßungsvoll die Befehleaustheilt, die sie empfangen sollte. An allen diesenZeichen erkennet den Geist der Ungebunden-heit. Er ist auch da schon im Werden, und wird

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