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Festpredigten
Entstehung
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Wie kann uns endlich dieser Tag, seiner Bestim-mung gemäß, ein Tag edler Entschließungen werden,wenn wir uns weigern, unsre Lage naher ins Auge zufassen. Müssen nicht alle edeln Entschließungen vondem Gefühl unsrer Gebrechen und unsre Noth ausge-hen? müssen wir, um sie zu bilden, nicht wissen,welche Nebel zu entfernen, welche Fehler zu verbes-sern, und wohin unsre Bemühungen für das ge-meinschaftliche Beste zu richten sind, wie wir durchLehre, Rath, Beyspiel und thatige Hülfe am meistenzur öffentlichen Wohlfahrt beytragen, und wo es vor-züglich der Wachsamkeit über uns selbst bedarf?

Unter allen Fragen, die wir über unfern Zu-stand aufwerfen können, ist keine wichtiger, führtuns keine so sicher an die Quellen unsers Wohls undunsers Wehs, als die: was für ein Geistherrscht unter uns? Lasset uns dieselbe nach ih-rem Inhalte und ihrem Gewichte in der gegenwärti-gen Stunde still und andachtsvoll in Erwägung ziehen.

Text.

Klag lieber Z v. 40.

Und lasset uns forschen und suchen unserWesen, und uns zu dem Herrn bekehren.

Wir können der in den vorgelesenen Wortenenthaltenen Aufforderung auf eine doppelte WeiseGenüge leisten; theils indem wir, jeder sein eignesInneres zu erforschen suchen; theils indem wir auf dieArt zu denken und zu handeln achten, die wir nichtallein bey uns, sondern auch bey den Mensche», die