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Festpredigten
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sepn bis ans Ende: kommet nicht einst ein Tag desGerichtes, der ihm öffentliche Kundwerbung undschreckliches Verderben bringt? Und diesem Lasterwolltet Ihr Euch ergeben; seinen Versprechungenwolltet Ihr trauen; nach seinen flüchtigen Freudenwolltet Ihr Haschen, um seine Beschämung und Ver-antwortung zu theilen, um seine Strafen und seinElend auf Euch zu laden, um für Augenblicke eineEwigkeit hinzugeben?

Wie es dem Laster schrecklich ist, einst entdecktzu werden: so ist es der Tugend eine süße Hoffnung.Weihet ihr Euer Herz, übet sie im Stillen, wo sieam schönsten ist: und ihr werdet mit gerechter Zuver-sicht dessen Euch freuen, daß einst alles ans Lichtkommt. In ihrem Dienste habt Ihr nichts zu fürch-ten , und dürft das Froheste erwarten. Wenn auchniemand wüßte, was Ihr seyd; wenn es auch demNeide, der Euch zu verkleinern sucht, der Bosheitdie Euch schwächt, gelange, überall Glauben zu fin-den; wenn die Welt Euch einstimmig verurtheilte:der Glanz Eurer Unschuld wird alles überstrahlen,was Euch verdunkeln sollte. Wie wurde die reine Tu-gend des Erlösers gelästert! als Missethatcr haben sieihn schmachvoll gctödtet. Aber wie hat Gott ihn ge-rechtfertigt , welche Begebenheiten haben seine Tu-gend verherrlichen, und seine Feinde beschämen müs-sen ! Ist er, den seine Zeitgenossen herabwürdigten,nicht die Bewunderung aller Zeiten geworden? Wer-den nicht überall, wo sein Nähme genannt wird, dieFeste seines Sieges gefeyert, und dem Auferstande-