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Festpredigten
Entstehung
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wo er nicht umhin kann, sich darüber zu entdecken;Veränderungen werden ihn überraschen, und ihm seinGeheimniß ablocken; in der Freude über ein günsti-ges, in dem Schrecken und in dem Schmerze über einungünstiges Ereigniß wird er sich verrathen; es wirdihm etwas begegnen, was sein Herz so bewegt, daßes ihm gleichsam fortreißt zu Aeußerungen, die allesoffenbaren. Lasset den Heuchler mit noch so vielemGeschicke einen erkünstelten Schein annehmen; lasserihn sich in demselben noch so glücklich behaupten: früheoder spat wird er doch in Verlegenheiten gesetzt wer-den, aus denen er sich nicht mehr heraus zu helfenvermag. Seiner Fassung beraubt, unfähig, schnellgenug eine neue List zu ersinnen, kann er der Gewalt,die alles ans Licht zieht, nicht widerstehen. Hattenes die Jünger Jesu denn wohl vermocht, die Empfin-dungen , die sie gegen den Auferstandenen äußern, zu-rück zu halten?

Manche Thaten der Menschen schienen einst inein Dunkel gehüllt zu sepn, wobey man es für un-möglich halten mußte, daß je etwas davon an das Lichtkomme. Und doch wurden sie durch spatere Ereignisse,die dem ersten Anblick gar keinen Zusammenhang da-mit verricthen, an den Tag gebracht. Wie mancheedle Handlung, die, im Stillen verübt, keine Zeu-gen hatte, und wie manches Verbrechen, das sich,im Genüsse seiner Vortheile, gegen jede Entdeckunggesichert glaubte, wurden erst lange nachher, durchdie zufälligsten Umstände, bekannt! Wie manchen