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schmachvolle Hinrichtung Jesu mußte bey vielen, die ihnnicht kannten, Nachforschungen nach ihm erregen —nochmehr abet seine Auferstehung, die ihn auf eine Artauszeichnete, wie noch nie ein Mensch war ausgezeich.net worden. Selbst bey denen, welchen seine öffent-liche Verurtheilung eine nachtheilige Meynung vonihm bcygebracht hatte, mußte sich neue Aufmerksam-keit zeigen, bey einem Ereignisse, das nicht andersdenn als eine ausdrückliche Erklärung Gottes für ihnangesehen werden konnte.
Sie lenkie nicht allein die Aufmerksamkeit aufihn; sic berechtigte auch auf die Beschaf-fenheit seiner Gesinnungen zu schließen.Der, von dem Gott selbst die Schmach wegnahm,zu dessen Rechtfertigung der Regierer der Welt auf-trat, den das wunderbare Werk der Allmacht ver-herrlichte— nein, der konnte kein Uebelthater, keinGotseslaster, kein Entweiher der Heiligthümer seyn;der war der Freund Gottes, der war unter allen derEdelste. So lassen uns auch in andern Fal-len Ereignisse und Schicksale auf die Ge-sinnungen der Menschen schließen. Zwarwürden wir sehr irren, wenn wir jede ausgezeichneteBegünstigung als einen Beweis des göttlichen Wohl-gefallens, oder langes drückendes Unglück als ein Zei-chen seines Mißfallens ansehen wollten. Wir wissen,daß Gott Wohlseyn und Elend auf Erden nach an-dern Gesetzen vertheilt, als nach denen der Würdig-keit. Aber in sehr vielen Fallen hangen doch auch dieEreignisse der Welt und die Schicksale der Menschen