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Festpredigten
Entstehung
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261
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benheiten, die die geheimen Gesinnungen der Men-schen an den Tag bringen. Das große Ereigniß, dasuns den heutigen Tag festlich macht, ist uns ein herr-liches Denkmal deiner Gerechtigkeit. In ihm sehenwir die Unschuld gerechtfertigt, die Bosheit ange-klagt und verurtheilt in ihm sehen wir, was früheoder spat auch unser Schicksal seyn wird. Möchtenwir dies doch mit Ernst erwägen, 'daß wir stäts anbe-tend deine Wege betrachteten und deine Führungennachdächchn, daß wir, von der Weisheit deiner Ein-richtungen immer mehr überzeugt, vom Bösen mäch-tig abgeschreckt, für das Gute gewannen und befeuertwürden, und wenn die Welt uns verkannt, getrostwarteten, bis dein großes und untrügliches Gerichtalles entscheidet. Segcnsvoll sey uns dazu die Festerdieser Tage und insbesondre diese Stunde der Andacht.Amen.

Es ist, m. Z., eine eben so gewisse als tröstli-che Wahrheit, daß die wahren Gesinnungen der Men-schen nicht immer verborgen bleiben können. Oft ge-lingt es nichtt'würdigen Menschen durch ihre Verschla-genheit und die Verblendung der Welt eine vortheil-hafte Meynung für sich zu erwecken, und unter demSchutze derselben unvermerkt an dem UntergängeEinzelner und am Verderben des Ganzen zu arbeiten-Weil man das Beste von ihnen glaubt, darum findensic überall Gehör, Eingang und Folgsamkeit, für ih-re Lehre Anhänger, für ihre Zwecke Werkzeuge, undniemand merkt die Gefahr, der er sich preis gibt.