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gerückt sind, und unsre Schwachheit richtiger und mil-der beurtheilen. Für gute und gefühlvolle Menschenist nichtc- quälender als dar Gedanke, ihre Geliebten,die nun nicht mehr in ihrer Mitte sind, oft beleidigt,ibnen oft wehe gethan zu haben, ohne es ihnen vergüten,ober wohl gar ohne es ihnen vor ihrem Tode noch ab-bitten zu können — sie dürfen es nicht wagen an siezu denken, so sehr daß auch ihrem Herzen Bedürfnißist.. Habt Ihr die Eurigen wirklich geliebt, ist esEuer ernstlicher Wunsch, zu vergüten, wenn es nurmöglich wäre: so könnt Ihr auch darüber ruhig sepn;sie haben Euch vergeben; auch das steht ihrer gegen-wärtigen Liebe gegen Euch nicht mehr im Wege. AlleBesorgnisse muß der Blick auf Jesum entfernen.Wie milde behandelte er seine Jünger, ob sie gleichsein Herz noch kurz vor seinem Ende tief betrübt hat-ten ! Mit dem herzlichsten Gruße der Liebe trat er inihre Mitte, die wärmsten Segenswünsche flössen ausseinem Herzen; denn er wußte doch, daß alle ihnlieb hatten. So können wir unsrer Entschlafenenmit mehr Liebe und Innigkeit gedenken, wenn wirmit dem Andenken an sie , das Andenken an Jesumden Auferstandenen verbinden.
Aus allem bisher Gesagten folgt von selbst, daßes dann endlich auch mit mehr Nutzen fürHerz und Leben gesch-ehen wird. Das An-denken an unsre Entschlafenen soll fortdauernde Ach-