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Festpredigten
Entstehung
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wenn sie zufällig an ihre ehemalige Verbindung erin-nert werden. Am wenigsten wird der Gedanke an dengegenwärtigen Zustand der Entschlafenen sie beküm-mern. Aber so kann es nicht bep denen sepn, derenHerz tiefem Empfindungen hagt, und von wahrerAchtung und Liebe gegen ehrwürdige und befreundeteSeelen erfüllt ist. Nicht bloß der Verlust, den sie er-litten, auch das Schicksal derer, die ihnen entrissensind bewegt oft ihr Gemüth. Zwar können sie nieaufhören, sich mit einer gewissen Wehmuth der Tob-ten zu erinnern; aber leichter wird doch ihr Herz',keine quälende Unruhe mischt sich in jene Erinnerung,in gelaßener Stille beschäftigt sich ihr Geist mit denBildern der Geliebten, wenn sie von der Fortdauerund dem Wohlseyn derselben lebhaft überzeugt sind.Das ist der erste Gewinn, den wir davon haben, daßwir das Andenken an sie mit dem Andenken an Je-sum, den Auferstandenen, verbinden. Wir wün-schen zu wissen, daß sie fortleben, und würdendieses auch dann wünschen, wenn wir gar keine Hoff-nung hätten, je mit ihnen wieder in Verbindung zukommen. So lange sie noch da sind, wenn auch weitvon uns, entfernt, sind sie nicht ganz für uns verloren.Lasset einen Menschen durch die größten Räume vonuns getrennt lasset uns darauf gefaßt sepn, wirwerden ihn auf Erden nie Wiedersehen: dennoch er-schüttert uns die Nachricht von seinem Tode; es ist,als würde er uns nun erst, und zwar auf die schreck-lichste Art entrissen. Sind die Gestorbenen, als sie