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Festpredigten
Entstehung
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geht; wir sollen fortleben, wenn einst unser Augesich schließt. Die Erde ist mit Lobten bedeckt; über-all drohen uns die Bilder der Verwüstung; überallöffnen sich Gräber. Aber wir fürchten uns nicht;denn Unsterblichkeit ist uns verheißen. Früher oderspäter werden wir dahin sinken in des Todes Nacht;aber du wirst nicht zugeben, daß dein Heiliger ver-wese. Als Jesus Christus aufstand von den Tobten:da wurde er der Erstling unter denen, die da schla-fen ; da wurde allen seinen Verehren die Bahn geöff-net, die zum ewigen Leben führt. Mit ihm sollen siesich empor schwingen zur bessern Welt. Wohl uns,daß wir diese Uebcrzeugung haben! Möchten wir ihrganzes Gewicht fühlen, ihrer würdig uns freuen, inihr bey allen Veränderungen dieses Lebens Trost fin-den, und durch sie gestärkt werden zu einem heiligenWandel!

Viele sind vor uns dahin gegangen, und unterihnen manche, denen wir mit schmerzlicher Wehmuthnachblickten, und um die noch in stillen Stunden un-ser Auge weint. Die Frommen unter ihnen hast duHerr um dich gesammelt, du hast sie mit dem Aufer-standenen in deine Herrlichkeit geführt; dort leben siemit ihm als Verklärte. Mit Ruhe und freudigerHoffnung können wir uns heute ihrer erinnern.Möchten denn die ihrem Andenken gewidmeten Stun-den für unS recht fruchtbar, lehrreich, ermunterndund tröstlich seyn! Dahin sey unser Bestreben ge-richtet, daß wir ihrer wehrt bleiben, ihnen in ihren