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Festpredigten
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179
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was hier nöthig war, und dann lri'umphrrend denGeist aufgab ? Nein, nicht bloß unsre Bewunde-rung, unsre Verehrung gebührt ihm. Dannmir welcher Würde sehen wir ihn handelnd, leidendund sterbend angethan! Welche Erhabenheit derSeele offenbaret sich indem Ausrufe: es ist voll-bracht! Kann ein Leben schöner und rührender un-tergehen, als das Leben Jesu unterging? Ist dieserUmergang nicht das herrlichste Schauspiel, das dieWelt je gesehen hat? Alle die Tugenden, die in sei-nem Leben sichtbar gewesen sind, strahlen uns auchin seinem Tode entgegen. Hier waren Geschäfte ver-richtet und Pflichten erfüllt, wie sie nie von einemWesen verrichtet und erfüllt worden sind. Das Da-seyn, das hier am Kreuze aufhörte, war ein durch-aus zusammenhängendes Ganzes, in allen seinen Thei-len an den großen Zweck desselben geknüpft. Hierwaren Leiden freywillig übernommen, und standhastertragen, wie sie nie ein Mensch übernommen undertragen Hat. Dieser Tod, dieser qualvolle, schimpf-liche Tod gehörte uns an, bezweckte einzig unser Be-stes. Es war kein Werk der Nothwendigkeit, son-dern der Liebe. Wer konnte dem Sterbenden, derso vollbrachte, feine Verehrung versagen? Ichnannte diese Verehrung eine gl au bi ge, um damit-eine Eigenschaft anzudeuten, die sich von selbst ausihr ergibt. Ein Wesen, das so handeln, so dulden,so sterben, das ein solches Werk zu Stande bringenkonnte, muß ein übermenschliches Wesen seyn. Ja,dein Wort: es ist vollbracht, großer Ster-