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Festpredigten
Entstehung
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wendet; überall Gottesvergesscnheit, und häufig garFeindschaft gegen Gott. Irdischer Sinn war dieherrschende Stimmung der Menschen Genuß desLebens, Besitz der Weltgüter das Höchste, wornachsie trachteten. Unglaube und Aberglaube hatten diewahre Religion fast ganz verdrängt. Lasterhaftigkeitlind Sittenverderben hatten den höchsten Grad er-reicht. Heuchelet) und Bosheit war der Charakterderer, die das Volk führen und bilden sollten. Vor-urtheil, religiöser Glaube und Narionalstolz trenntendie Völker der Erde, und erfüllten sie mit einem fastwüthenden Hasse gegen einander. Welch eine Um-wandlung mußte Vorgehen, wenn dasWerkJesu voll-bracht werden sollte. Nein die Kräfte Eines Men-schen , und wenn es auch die ausgezeichnetsten waren,der Zeitraum Eines Lebens, und wenn es auch aufdas Höchste gebracht würde, reichten dazu nicht hin.Das war auch nicht der Rath des Ewigen. Wie allesGute langsam zu Stande kommt, und nur dadurchFestigkeit, Dauer und segensvollen Einfluß erlangt,daß es sich stufenweise zu einer immer höheren Voll-kommenheit erhebt: so mußte auch das Reich Gottesaus geringen Anfängen sich entwickeln, sich nach undnach über die Welt ausbreiten, und zum höchsten Gi-pfel seiner Kraft und seines Glanzes emporsteigen.Vergleicht es doch der Erlöser selbst mit einem Scnft-kom, welches ist das kleinste unter allenSamen, aber aufwächst zu einem großenGewächs, daß so gar die Vögel des Him-mels unter ihm wohnen. Alle künftigeu Zei-