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unser zweytes ernstliches Nachdenken- Nein, wirdürfen nicht gedankenlos in die neue Zeit hinüber tre-ten; wir dürfen uns nicht forttreiben lasten von derFluth unsrer Geschäfte, Sorgen und Freudendas dürfen Geschöpfe nicht, die du für die Ewigkeitbestimmt hast. Wir verkennen unsre Würde, wir-verscherzen unser Wohl, wir vergessen, daß es baldauf Erden mit uns aus seyn kann; wenn uns dieserTag wie ein gewöhnlicher, ohne liefern Ernst, ohnemannichfaltige heilsame Bewegungen des Herzensvorüber geht; wenn wir heute den zahlreichen Ver-anlassungen zu den wichtigsten Betrachtungen, die sichuns aufdringen, widerstehen. Das soll nicht voll unsgesagt werden. Wir wollen ihnen folgen den Auffor-derungen, die du heute wieder an uns ergehen lassest,uns zu sammeln, und unser Wesen zu erforschen. Vorallem aber soll der Glaube, dem wir bisher anhingcn,vor allem sollen die Regeln des Verhaltens, die unsbisher geleitet haben, der Gegenstand unsrer angele-gentlichen Beherzigung seyn. Laß uns fühlen, wiewichtig und wie groß diese Beschäftigung ist. Laß unsmit Blicken voll Ernst hier verweilen, damit die Wahr-heit unser Eigenthum, das Recht unser köstlicherSchmuck sey, damit wir für die Zukunft das Bestewählen, und solche Entschließungen fassen, wie siewahrer Christen würdig sind, und, unter allen Ver-blendungen und Verführungen der Welt, fest stehenin unfern Glauben und in der Liebe, undunverrücktauf dem richtigen Wege wandeln, bis wir das Zieldesselben erreicht haben. Amen.