befriedigen, dann ist der Himmel reich genug, figalle zu übertreffen. Mag ein Jahr nach dem an-dern hinwegeilen über die Trümmer irdischer Hoff-nungen: die Hoffnungen wahrer Christen sind derEwigkeit anvertraut; darum können sie nicht zuSchanden werden.
Was wir denn heute hoffen für die ganze Mensch-heit, für unser theures Vaterland, für den König,für die Königin, für die Kinder und Angehörigendes königlichen Hauses, für die Regierung, die überder Sicherheit unsrer Provinz wacht, und für ihrWohl sorgt, für unfern Ort, seine Sittlichkeit,seinen Fleiß und seinen Wohlstand, für die An-stalten, die unsre Erleuchtung, unsre Frömmigkeitund unser irdisches Glück befördern sollen, für dieJugend und für das Alter, für alle die unfermHerzen theuer sind, für Wittwen und Waisen, fürArme und Leidende, für Kranke und Sterbende,das hoffen wir getrost: denn du ewiger Vater sorgstfür uns. Wir hoffen es mit freudiger Unterwerfungunter deinen heiligen Willen. Wir hoffen es alsChristen, die nicht bloß auf das Sichtbare sehen, sichwohl bewußt, und durch jeden Wechsel der Zeiten vonneuem erinnert, daß das Sichtbare vergänglich ist.Erhalte nur unter uns den Sinn für das, was nievergeht, den lebendigen Glauben an jene Welt unddas ernstliche Bestreben uns für sie zu bilden, daß wireinst würdig erfunden werden, Theil zu haben an derSeligkeit ihrer Bewohner. Amen.