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Festpredigten
Entstehung
Seite
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le hülfreich herbey geeilt, und manche Thräne ist ab«getrocknet worden. Du gabst uns Munterkeit undKräfte zu unsrer Arbeit, du segnetest unsre Bemü-hungen, und kröntest sie, wenn sie deinen Absichtenangemessen waren, mit glücklichem Erfolge. Nimmdafür den Dank eines gerührten Herzens.

Neue Entschließungen weihen den ersten Morgendes Jahres-, Höre, Herr,, unsre Gelübde. - Dirsollunser Leben gewidmet seyn, dich wollen wir" fürchtenund ehren, dir wollen wir folgen, wohin du uns auchführest, was du auch von uns forderst. Jeder Mor-gen und jeder Abend soll uns im stillen Andenken andich treffen. Ernster und besonnener wollen wir fürdie Ewigkeit leben, mehr treue Sorgfalt auf die Bil-dung unfers Geistes und Herzens verwenden. In derVersuchung wollen wir fest stehen, im Leiden geduldigseyn, und in allen Stücken unsrer Pflicht lnachkom-men. Das Bänd eines herzlichen Wohlwollens solluns alle fest verknüpfen. Ferne bleibe von uns Leicht-sinn und die verderbliche Lust der Welt. Jeder Tagmache uns reicher an Weisheit und Tugend. Deinguter Geist leite uns auf ebner Bahn.

Dunkel liegt die Zukunft vor uns; ^ vergebensforscht unser Auge nach den Schicksalen, die uns indiesem Jahre treffen werden. Sende uns Gott dieHoffnung zur Führerin. Sie leuchte auf unserm fin-stern Wege, sie erhebe unser Herz, sie starke unszum muthvollen Wirken. Nicht eitel» Träumen,nicht vorgeblichen, widersprechenden und strafbarenWünschen ergebe sich unser Gemüth. Aber die frohen