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Festpredigten
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115
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lassen, Zeiten, die sehr viel Gutes, aber auch sehrviel Schlimmes haben Zeiten, die von noch merk-würdigem die Vorboten zu seyn scheinen. ' Ich willEuerm Urtheil nicht vorgreifen. Ihr wisset, woranIhr sie prüfen sollt; und das kann Euch nicht schwerwerden; dann allenthalben blechen sich Euch die Merk-male an. Aber benutzet den Stillstand, den Euch derSchluß eines Jahres gleichsam im Laufe der Zeitengewahrt, zu einer ernstlichen Untersuchung. Es istnur ein sehr kleiner Theil von der großen Reihe ihrerVeränderungen, der Euch zufallt, und wer weiß,wie nahe dieser Theil seinem Ende ist. Wehe Euch,wenn Ihr in jeder Hinsicht Fremdlinge geblieben wä-ret in einer Welt, .die Euch für den Himmel bildensoll, und die Euch so leicht dem Himmel abwendigmachen kann! Aber wohl Euch, wenn Ihr ihr Gu-tes redlich benutzt habt, und vor ihrem Bösen be-wahrt geblieben sepd! Dann werdet Ihr einst ebenso heiter die Euch zugemessene Lebenszeit beschließen,als mein Herz wünscht, daß Ihr den Abschnitt be-schließen möget, der nun in wenigen Tagen wiederzurück gelegt ist. Amen. *