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zu verwerfen, was sich nicht mit Händen greifen laßt;wo man die Waffen des Spottes für hinlänglich halt,die ehrwürdigsten Wahrheiten zu bekämpfen und zubesiegen; wo man. den Schein für die Sache, denSchatten für Wirklichkeit halt, Verfeinerung undUeppigkeit mit wahrer Bildung verwechselt, wo man,um seines wahren oder eingebildeten Wissens willen,glaubt sich alles herausnehmcn, alles zurücksctzen undverachten zu dürfen.

Sehet da die Zeichen von der Erleuchtung derZeit. Wo ihr das antreffet, da hüthet Euch diesesZeitalter ein aufgeklärtes zu nennen. Es mag schätz-bare Kenntnisse besitzen, es mag manches Vorurtheilabgcworfen haben, und über viele Dinge richtig den-ken ; aber der schöne Ruhm der Aufklärung gebührtihm nicht. Findet Ihr hingegen lichtvolle Kenntnisse,muthvolles Forschen, vernünftigen, von Aberglaubenund Unglauben gleich weit entfernten Glauben, Ord-nung und Zusammenhang im Denken, sicheres undzweckmäßiges Handeln, Bescheidenheit im Behaupten,Redlichkeit im Zweifeln und den herrschenden Grund-satz, nichts gelten zu lassen, als die Wahrheit: sowerdet Ihr nicht irren, wenn Ihr dieses Zeitalter fürein aufgeklärtes haltet.

Es fehlt, zweptens, auch nicht an sol^chen Zeichen, die uns die Stimmung unddie Denkart der Zeit verrathen. Wirhaben in dieser Hinsicht alle Ursache mir einem Zeit-alter zufrieden zu scyn; wenn in demselben ein reli-giöser Sinn herrscht, wenn die Dinge nach ihrem

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