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Festpredigten
Entstehung
Seite
93
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in den Zusammenhang der Zeltumstande gesetzt, wo-rin wir uns befinden, die Stelle angewiesen , die wirjeßt einnehmen. Dein Werk ist es, daß uns dasGeräusch gerade dieser Begebenheiten umgibt, daßwir diese Vortheile genießen, und an diesen Unbe-quemlichkeiten Theil haben, daß wir diese Meynungerrtäglich hören, und diese Beyspiele um uns sehen.Gewiß hattest du dabep wohlthätige Absichten; es warso für uns am besten; so konnte unsre Erziehung fürdie Ewigkeit am schicklichsten besorgt werden. Alledeine Anordnungen sind ja gut, und befördern deineerhabenen Zwecke. Mochten sie denn doch auch anuns erreicht werden. Möchten wir sorgfältig fragen,was du uns durch das alles lehren, wohin du unsdurch das alles führen willst. Vieles soll uns zumDanke ermuntern; vieles soll uns warnen; vieles solluns Veranlassung geben zur Uebung eines christlichenTugendsinnes. Bey allem aber sollen wir uns auf ei-ne würdige und weise Art verhalten. Damit diesesimmer von uns recht erkannt werde; laß uns auf-merksam seyn auf die Zeichen der Zeit, in welcherwir leben; laß es unser angelegentliches Bemühenwerden, uns von der wahren Beschaffenheit derselbenaus dem, was wir um uns her sehen und Horen, zuunterrichten. Heilig sepen uns dazu die letzten Stun-den des fliehenden Jahres. Laß sie, ehe sie schwin-den, unserm Gemüthe noch einmal eine wohlthätigeStille geben, daß wir erfahren, in was für einemZustande wir uns befinden, und was für uns jetzt zu