zu den Bewegungen sagen, die sich unaufhörlich inunfern: Herzen regen? Wie oft sind sic die unrein-sten und strafbarsten? Wie oft dürfen wir cs nichtwagen, sie hervorzuziehen aus der Dunkelheit, dix siebedeck:? Wie oft lehrt uns ein dmrkles Gefühl ih-rer Schändlichkeit, die Summe des Gewissens, diesich gegen sie erheben will, unterdrücken, ehe sie lautwird? Wer zahlt alle die Regungen der Wohllust,des verachtenden Stolzes, des unterdrückenden Ehr-geitzes, des alles an sich reißenden Geldhungers, derglühenden Rachgier, die sich u: unfern: Innern finden!Wir werden gewiß von Tag zu Tage schlechter, wennwir nicht auf das sorgfältigste über uns wachen, unddem allein einen nachdrücklichen Widerstand entgegensetzen. Und selbst bey diesem Widerstande sind wirnoch nicht vor alle Gefahren gesichert. Rechnet hier-zu noch die falschen Meynungen, die wir allenthalbenvernehmen, die schlechten Gesinnungen, die strafba-ren Lüste, die verdorbenen Sitten/ die wir überallantreffen, und die sich uns so leicht empfehlen, dieuns so leicht ansteckcn. Rechnet hierzu die absichtl:-che Verführung, dis überall für das Laster wirbt,und gewöhnlich alles aufbiethet, was nur irgend imStande ist, ein menschliches Herz zu becheren undzu verderben — die Reitze, womit sich das Lasterschmückt und die Vortheile', die es uns vorspregelt.Erinnert Euch an die Schwache und Verführbarkeitdes menschlichen Herzens, an die Geneigtheit, demScheine zu trauen, sich dem hinzugcben, was denSinnen schmeichelt, das gelten zu lassen, wovon uns
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