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stehen aber im Glauben: wenn wir die Wahr-heit recht erkennen, wenn sie uns wich-tig ist, und Eindruck auf unser Gemüthmacht, wenn wir ein scharfes und lebhaf-tes Gefühl des Guten besitzen, wenn unzsre Leidenschaften in Ordnung sind, undvon der Vernunft beherrscht werden,wenn fromme Gesinnungen, wie sie demGlauben angemessen sind, in uns leben,und wenn wir unsre Pflichten treu erfül-len. Ihr sehet, worauf wir, bey der Prüfung,ob wir noch im Glauben stehen, zu achten haben, undworan wir erkennen können, ob es schlimmer Mt unswerde, wohin wir aber auch unsre Blicke richten müs-sen, um uns hierüber vollständig zu unterrichten.

Es wird schlimmer mit uns: wenn die Vor-stellungen, welche vorher in unsrer See-le klar und wohl geordnet waren, sichallmählich verdunkeln und verwirren.Mit denjenigen Vorstellungen, welche wir durch dieSinne empfangen, wird uns das nicht leicht begeg-nen; sie werden zu oft in uns erneuert, und wir kön-nen sie zu leicht in ihrer ganzen Klarheit und Be-stimmtheit wieder Hervorrufen, als daß wir dieses be-sorgen dürften. Schon die große Lebhaftigkeit, wel-che ihnen eigen ist, muß es verhindern. Aber ebendiese Lebhaftigkeit ist gewöhnlich die Ursache, daß die-jenigen Vorstellungen, die sich auf das Geistige undUnsichtbare beziehen, nach und nach in der Seele ver-schwinden , oder daß doch der wahre Zusammenhang