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Festpredigten
Entstehung
Seite
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rechtigt uns düs denn, die Sache für unmöglich zu er-klären? Begreifen wir etwa, wie der Geist in unssich vereinige mit dem Körper, der göttliche und ewigeZheil unscrs Wesens mit dem irrvifchen und vergäng-lichen, das Licht und die Warme der Sonne mit derKraft der Erden? Ueber die Art, wie göttliches We-sen in menschlichem Wesen wirkt, können wir keineRechenschaft ablegen; aber können wir denn davonRechenschaft ablegen, wie der Geist im Körper wirkt,wie die Vernunft die sinnlichen Neigungen regiert?O, lasset uns nur gestehen, daß das göttliche unddas menschliche Wesen selbst uns überall ein Geheim-nis) ist, und aufhören, uns zu verwundern, oderwohl gar ungläubig abzusprechcn über den unbegreifli-ches Zusammenhang von beyden, und nur davor unShuthen, daß wir uns nicht einlassen in nähere Erklä-rungen dessen, was dem menschlichen Verstände uner-klarbar ist. Erst dadurch würden wir uns in unauf-lösliche Widersprüche verwickeln. Unstreitig ist es eingroßer Gedanke: das höchste Wesen ist den Menschensichtbar geworden, so weit es überhaupt sichtbar wer-den kann, in der irdischen hinfälligen Natur des Men-schen hat einst Ewiges gewohnt und gewirkt einGedanke, der uns mit ehrerbietigem Schauer durch-dringen muß.

Glauben wir den Aussprüchen der Schrift, ach-ten wir darauf, wie Jesus redet, wie er handelt,und wie seine Schicksale sich verknüpfen: dann müs-sen wir bekennen, her Sohn der Maria warauch der Sohn Gottes. Den Sohn Gottes