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Verträum, diese bangen Gefühle in Zuversicht ver-wandeln — alles, was uns frohe BewunderungGottes einflößen kann, finden wir in der Begebenheitdieses Tages dargestellt. Gott muß uns fremd gewor-den sepn, wir müssen allen Sinn für das Unsichtbare,das dem Verstände groß und dem Herzen erfreulich ist,'verloren haben, und nur diejenigen Freuden Noch ken-nen, welche in den wohllüstigen Bewegungen der Sinn-lichkeit ihren Gründ haben, wenn sich nicht Freudeüber Gott in uns regt, bep der Betrachtung dessen,was uns den heutigem Tag festlich macht.
Dürfen wir aber anstehen, diese Freude eineheilige zu nennen? Wie kann, was sich auf Gott,Was sich auf das, was, in Gott das Größte und Ver-ehrungswürdigste ist, bezieht anders als heilig sepn?Ist diese Freude nicht frey von allem Sinnlichen undEigennützigen? Sind es nicht die edelsten Anlagenunsrer Natur, woraus sie entsteht?^ Ist sie nicht aufdas höchste gerichtet, wozu sich unser Geist erhebenkann? Dieser Freude sich hingeben Heißt das etwasandres, als sich Gott selbst hingeben, und sein Ge-müth, lautern von allem, was dasselbe verunstaltetund entwürdigt? Und kann etwas entschiedener sepn,als der Einfluß dieser Freude auf die Veredlung un-sers Wesens? Verschwindet nicht alles, was uns andie Erde fesselt und in unserm Herzen so oft die schäd-lichen Unordnungen anrichtet, aus unfern Augen, sobald diese heiligende Freude sich unsrer bemächtigt ?
Nie können wir auch mehr Veranlassung haben,uns dessen, was in, Gvtt Großes und Erfreuliches ist.