L
das Laster muß der Tugend weichen, die Knechtschaftverwandelt sich in Freyhcit, und allenthalben bethetein kindlicher und freudiger Glaube dich-an. Nie,nie hörst du auf für unser Wohl zu wirken, und unszu gewahren, dessen wir bedürfen; mit Vatertreueführst du uns zum Ziele der Seligen in einem unsterb-lichen Leben. Voll Bewunderung und Dank sinkenwir Herr vor dir nieder.
Uns leuchtet das Licht der Wahrheit. Wirkennen dich, unsre Würde und unsre Bestimmung.Wir wissen, was wir zu thun und zu lassen haben,um deines Beyfalls wehrt zu sepn. Wir wissen, waSwir hoffen dürfen, wenn wir nach deiner Anweisungdenken und leben- Wir befolgen alles, was uns star-ken und trösten kaNn. Ein ebener Weg ist uns durchsLeben gebahnt; leicht sind nun seine Lasten; und hei-ter soll einst unser Hingang sepn- Freudig blicken wirhinauf zu des Himmels Höhen.
Möchte es denn nicht umsonst sepn, daß du un-durch Jesum so reichlich gesegnet hast mit himmlischenGütern. Möchten dis Früchte seiner Erscheinung anunS allen sichtbar werden im Glauben, in der Liebeund in der Hoffnung. Möchte auf uns allen herab-scheinen der Aufgang üUs der Höhe, daß wir wahr-haft erleuchtet, beruhigt, gebessert- mit dir vereinigt,und in dem unsichtbaren Leben des Geistes immermehr befestigt werden.
Mit heiliger Freude werde von uns dein Taggefeyert. Die Schauer des ewigen Lebens müssenheute uns alle durchdringen. Heute vergesse der Kum-