Druckschrift 
URSPRUENGE DER BESTEUERUNG
Entstehung
Seite
43
Einzelbild herunterladen
 

43 -

Seilschaft, auf welches jene Entwickelung noth-wendig führt, in der Solonischen Steuerverfas-sung der Mängel immer mehr wahrgenommenwurden. Besonders musste , seitdem Ländereiennicht mehr das einzige Besitzthum ausmachten,sondern auch Geld in Umlauf gekommen war,die Billigkeit einleuchten, zu den Bedürfnissendes Kriegs auch die Geldbesitzer beisteuern zulassen. Das zeigt sich schon bei dem Ausbruchedes ersten Kriegs gegen die Perser. Die Kriegs-steuer der Land-Eigenthümer war bei weiternnicht hinreichend. Da wandte sich Aristidesan den Vaterlandssinn der Athener. AufseinenVorschlag wurden freiwillige Beiträge eingesam-melt, um den Tlülfsvülkern Sold zu zahlen; jedergab nach seinen Kräften 1). Bei dem viertenJahre des Peloponnesischen Kriegs wird nochein Mal die, auf die alte Weise, nämlich nachder Solonischen Schatzungsverfassung, aufge-brachte Kriegsstcuer erwähnt 2). Als ein wesent-licher Fehler dieser Schatzung mufste in derspätem Zeit, da aufser der Ungleichheit desLand-Eigenthums auch der Anbau zugenommenhatte, der Umstand fühlbar werden , dafs fünf-hundert Scheffel der höchste Satz waren. Wenn

1) Schot, Aristoph. Ljsistrat, 654 »

Suidas v. 7ro0i^ et 7r&7T7 Tuov,

2) Thucyd. UI, 19.

Aristoph. eqq. 923,