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URSPRUENGE DER BESTEUERUNG
Entstehung
Seite
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Mittelpunkte sowohl der öffentlichen Beralhun-gen, als der, damit verbundenen, gemeinschaft-lichen Andachten, gemacht hatte, wurden dieabhängigen Stämme bewogen, den zehntenTheil ihrer Feldfrüchte, wohl auch der Kriegs-beute , unter dem Namen einer freiwilligen Gabean die Gesammtgoltheit, den Vermittlern der-selben zu überlassen. Unter den morgenländi-schen Völkern sind die Israeliten das bekann-teste Beispiel: ihre Getreidefelder und Obst-gärten warnen den Leviten zehentpflichtig i).Bei den Griechen und Römern dauerte, in derfrühem Zeit wenigstens die Sitte fort, einerGottheit von der Kriegsbeute den zehnten Theilzu weihen, z. B. der Minerva, als Scliutz-göttinn von Athen 2). In solchem Falle kameinst der Aberglaube der Römer in Widerstreitmit dem Eigennutz , als Camillus dem Delphi»sehen Gott den zehnten Theil der Beute vonder festen Stadt Veji gelobt hatte, und nachderen Eroberung auf die Erfüllung des Gelübdesdrang. Es war eine starke Zumulliung desFeldherrn an Krieger , die nach so vielen Be-schwerden aus dem Felde mit Beute zurück-gekehrt waren, dafs jeder den zehnten Theildavon wieder herausgeben sollte. Zum Glücke

1) Leut. XXVII. 3o,

2) Ilarpokr, v. SenaiTiikl/,

Diodor, XI. 62.