Staate nicht an Strecken, die diese Voraussetzung er-füllen; cs mangelt den preußische Staatsmännern nichtam Willen — und die letzte Zeit hat ihn mehrfach be-thätigt— unter solchen Bedingungen zur Verwirklichungdie Hand zu bieten.
Ucbcr die cmpfehlcnswerthcste Art der Staatshülfcbei Errichtung von Eisenbahnen herrschen sehr verschie-dene Ansichten, aber cs besteht die begründete Hoffnung,daß das preußische Gouvernement, so ausgezeichnet durchseine Conscqucnz in Befolgung staatswirthschaftlichcrGrundsätze, auch hierin die Initiative ergreifen, undeinen festen Gang verzeichnen werde. Die bisherigenVorgänge in Nordamerika, England, Frankreich undDeutschland liefern durchgängig das Beispiel einer Eon-ccssions-Erthcilung an Akticu-Gcsellschaftcn. Auch magdiese Weise für kurze Strecken, für die Begünstigungwenig ausgedehnter Local-Bcziehungcn ihren vollen Werthbehaupten. Nicht so, wo eine neue, große Handels-straße entstehen soll, ein neues Verbindungsmittel, dasseine Verzweigungen und Wirkungen auf ganze Ländererstreckt, wobei nicht ausschließlich der Kapitalist, derKaufmann, der Fabrikant, der Produzent oder der Con-sumcnt bethciligt ist, sondern alle zusammen, die Natio-nal-Wohlfahrt überhaupt. Hier machen sich Erwägun-gen geltend, die dem Systeme der Conccssioncn durch-aus cutgcgcnstrcben.
Schon der Name — Staatsstraßen, Heerstraßen —bezeichnet die großen Handclswcge als Eigcnthum desStaates. Sie gehören ihm, wie ihm die Flüsse und