wickelt, daß er bisweilen an eine krankhafte Reiz-barkeit grenzte, vermöge welcher ihn leichte Män-gel anwidcrten, und er von Vorzügen entzücktwurde, die ans gemeine Seelen keine Wirkunggcäussert haben würden.
Mit diesen beiden Freunden ging ich am An-fänge Octobers, an einem schönen Abend, nachdem Colossänm, einem Monumente, das ich selbstzum hundertsten Male immer mit neuer Bewun-derung betrachtete. Meine Freunde thcilten die-ses Gefühl. Ich gebe die Unterhaltung, welchewir dort pflogen, in den eigenen Worten derSprechenden.
Onuphrio sagte: »wie ausdrucksvoll sinddiese Ruinen! — welchen Charakter zeigen sieuns von den alten Römern, welche Pracht desEntwurfs, welche Größe der Ausführung! Hät-ten wir keine historischen Dokumente, die unsüber die Zeit der Errichtung und über die Be-stimmung dieses Gebäudes belehren, so könnteman sich cinbilden, es scy das Werk von Gigan-ten, ein Versammlungssaal jener Titanen, vondenen die Fabel erzählt, daß sie gegen die Göt-ter der heidnischen Mythologie angestürmt. OieGröße der Travertin-Massen, aus welchen es cr-
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