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sendfach wiederholte Meinung ist: die in der Be-amtenwelt verkommenden Verkehrtheiten seyen durchdie Presse am Sichersten zu verhüten, zu bestrafen.Allein den Sünden der Beamten ist ohne Gefahrfür das Volk auf zweckmäßigere Weise sowohl zu-vor« als auf die Spur zu kommen. Die Bösartig-keit der Menschen ist eben ein Hauptgrund gegendie unbedingte Freiheit der Presse. Ja, in ei-ner Jdyllenwclt, wo es keine Verräther und Volks-verführer gäbe, da brächte die Preßfreiheit nurSegen, und keine Gefahr. Aber bei der jetzigenGestaltung der Dinge, wo nicht nur jeder Stand,sondern jeder Mensch über den andern sich erhe-ben will, ist dieses Geschenk der Umwälzung einewahre Pandorabnchse. Weit entfernt, die wahreMeinung des Volkes an den Tag zu legen, lei-tet der Mißbrauch der Presse jene vielmehr irre,so lauge einige Blätter und zwar die gelcsensten,weil sie den Leidenschaften zu fröhnen verstehen —den Absichten der Partcyhäupter zu Gebote sind,oder dem Eigendünkel beschränkter Halbwisser,ver-schrobener Schwindler und Witzlinge.
Wer wollte läugnen, daß vermittelst der Presseviel Gutes mitgetheilt, manche würdige gehaltvolleStimme vernommen wird? Wer, daß es jedemBiedermann ja freisteht, das Bose zu berichtigen,zu widerlegen? Allein eben hierin liegt die Täu-schung. Die Zahl derer ist leider die größte, wel-