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S o kam es dahin, daß die Staaten, die demBrennpunkte zunächst liegen, mitten im Schoße desFriedens von den Schrecknissen eines Vertilgungs-krieges sich bedroht sahen. So ward Europa, kaumvon den Wunden der Umwälzungsschlachten ge-nesen, urplötzlich aus dem Traume lieblicher Hoff-nungen aufgeschrcckt und findet sich in ein stehen-des Lager setzt umgewandelt, in eine unabschlichgroße Waffenstätte, die über noch sichtbare Spu-ren unlängst ausgetobter Völkerwntb sich erstreckt,über noch nicht geebnete Leichenhügel und Aschcn-haufen. Wozu sonst und durch wessen Schuld, diegegenseitig sich überbietenden Rüstungen? Möchtensie nur Sicherungs-Vorkehr seyn von nicht langerDauer, damit die Last des Unterhaltes der großenHeere die Völker nicht erdrücke.
Was unter so trüben Befürchtungen die allge-mein verlangte Entwaffnung betrifft, so sindwir mit den Verhandlungen darüber unbekannt undstellen bloß die einfache Frage: „darf Europa gegenAngriffe sich gesichert glauben, so lange jene Par-tei) besteht, die nie znrückweicht, nie stille bleibt,deren unersättliche Thätigkeit durch nichts zu be-friedigen ist?" Darf Europa gläubig dem Friedentrauen, so lange jene Propaganda Entwürfe zumVerderben schmiedet, Zündstoffe zum Aufstande nm-herstreut und sich das Ansehen gibt, nach Gefallenüberall die Ruhe stören zu können?