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Einige seit der Juli-Woche 1830 in französischen Zeitschriften gewagte Behauptungen, freimüthig widerlegt
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V. Falsche Behauptung. Die lebhaftenRegungen in Frankreich sind von derFrei!, eit und Gleichheit unzertrenn-lich. Denn das sranzös. Volk ist inFolge der Revolution mündig ge-worden. Diese hat überhaupt zurV ersi t t l ich un g -und WiedergeburtEuropa's siegreich die Bahn eröff-net, besonders vermöge der nicht ge-nug zu preisenden Wohlthat derPreßfreiheit.

Widerlegung. Die sranzös. Staatsnmwälzungist der europäischen Bildung nicht günstig, sondernvielmehr tstnderlich gewesen. Die Erwartungen Eu-ropa's sind dadurch getrübt und statt der Grün-dung eines rcinern Staatenlebens sind die Grund-lagen desselben erschüttert worden. Die Frciheit-und Gleichheit-Lehrer haben aus Mißverstand so-wohl, als ans Eigennutz sich gegen ihr Vaterlandvielfach versündigt. Wie verderblich die Druckfrci-tzeit dem Staate, lehrt die Erfakrung leider, insolchem Grade, daß man sich gcnötbigt sehn wird,eine verständige Vorprüfung wenigstens der Tage-blätter einznführen, die für gemischte Lesegesell--schasten bestimmt sind. S. 34.

V. Übertriebene Meinungen. Die Fran-zosen sind viel zu gebildet, um dasPalladium ihrer Freibeit sich ent-winden zu lassen. Sie sind ein glück-liches, aufgeklärtes Volk, das allenandern Völkern vorleuchtend zumMuster dient. Frankreich ist der Sitzder großartigsten GrundsätzeundderMeinungen, und Anstalten, welchedie Welt setzt regieren. Der Tag denEntscheidung rückt heran, wo Euro-