Druckschrift 
Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer
Entstehung
Seite
334
Einzelbild herunterladen
 

334

Düs Gefühl fies Sehnens läfst fleh nicht letzen,ohne eine Befriedigung, auf die daffelbe ausgeht;und die Befriedigung nicht, ohne Vorausfetzungeines Selinens, das befriedigt wird. Da wo dasSehnen aufhört, und die Befriedigung angeht, dageht die Grenze.

6 .) Es fragt lieh nur noch, wie die Befriedigung liehim Gefühl offenbare? Das Sehnen entfland auseiner Unmöglichkeit des Beßimmens, weil es ander Begrenzung fehlte; es war daher in ihm ide-ale,. Thätigkeit, und Trieb nach Realität vereinigt.So bald ein anderes Gefühl entsteht, wird r.) diegeforderte B,efiinuuung, die vollkommne Begren-zung des X. möglich, und geschieht wirklich, dader Trieb, und di&Kraft dazu da ; 2.) eben dar-aus , dass he geschieht, folgt, dals ein anderes Ge-fühl da fey. Im. Gefühle an sich, als Begrenzung, gar kein Unterschied, und kann keiner ieyn.Aber daraus', dals etwas möglich wird, was ohneVeränderung des Gefühls nicht möglich war, folgt,dafs der Zuftand des Fühlenden verändert wor-den. 3.) Trieb und Handlung find jezt Eins , undebön daffelbe ; die Befiimmung, die der erlicreverlangt, möglich, und geschieht. Das Ichreflektirt über dies Gefühl und fielt felbfi in dem-selben, als das bestimmende und bestimmte zu-gleich, als völlig einig mit lieh felbß; und einesolche Bestimmung des Gefühls kann man nennenBeifall. Das Gefühl von Beifall begleitet.

17.) Das Ich kann diele Uebereinßi'mmung des Trie-bes, und der Handlung nicht fetzen, ohne beide

Z!1