282
§. 6 . Dritter Lehr [atz.
Im Streben des Ich wird zugleich ein Gegenli eben desNicht- Ichgefezt, welches dem erfiern dasGleichgewicht halte.
Zuförderlt einige Worte über die Metliode! — I mtlicoretifchen Theile der Wilfenfchaftslehre ift es unslediglich um das Erkennen zu thun,filier um das Erkaiui-te. Dort fragen wir: wie wird etwas gefezt, ange-fchaut, gedacht, u. f. f. hier: runr wird gefezt? W^enndaher die Wilfenfchaftslehre doch eine Metaphyfik, alsvermeinte Wilfenfcliaft der Dinge an lieh haben feilte,und eine folche von ihr gefordert würde, fo müfs-te lie an ihren praktifchen Theil verweilen. Dieferallein redet, wie lieh immer näher ergeben wird, voneiner urfprünglichen Realität; und wenn die Wilfen-fchaftslehre gefragt weiden feilte: Wie lind denn nundie Dinge an lieh befchaffen? fo könnte lie nicht an-ders antworten als: So, wie wir lie machen feilen.
Dadurch nun wird die Wilfenfchaftslehre keineswegestranfscendent; denn alles was wir auch hier aufzeigenwerden, finden wir in uns felbft, tragen es aus unsfelblt heraus, weil in uns etwas lieh findet, das nurdurch etwas außer'uns lieh vollfiändig erklären läfst.Wir wißen, dafs wir es denken , es nach den Gefetzenunfers Geiftes denken, dafs wir demnach nie aus unslierauskommen, nie von der Exifienz eines Objekts oh-ne Subjekt reden können.
Das Streben des Tch foll unendlich feyn, und nieKaufalität haben. Dies läfst lieh lediglich unter Be-dingung eines Gegenftrebens denken, das denselben
das