-56
Nun wird demfelben eine objektive endliche Thä-tigkeit entgegen g-fezt ; diefe muTs demnach endlichfeyn in demjenigen Sinne,' in welchem das Strebenunendlich ift, und das Streben ift unendlich, inwie-fern (liefe objektive Thätigkeit endlich ift. Das Stre-ben hat wohl ein Ende; es hat nur nicht gerade dasEnde, welches die objektive Thätigkeit hat. Es fragtfich nur, welches diefes Ende fey.
Die endliche objektive Thätigkeit Tezt zum Behuf ih-res Beftimmens fchon eine der unendlichen Thätigkeitdes Ich entgegeugefezte Thätigkeit desjenigen voraus,was nachmals als. Objektbeftimmt wird. Sie ift, zwar nichtinwiefern lie überhaupt bandelt, denn infofern ift fie nachdem obigen abfolut, fondern inwiefern fie die beßimmteGrenze des Objekts fezt(dafs es'gerade in fo weit, u. nichtmehr oder weniger dein Ich widerftehe) abhängig, be-schränkt, und endlich. Der Grund ihres Beftimmens,und mithin auch ihres Beftimmtfeyns, liegt aufser ihr. —Ein durch diefe infofern befchränkte Thätigkeit be-stimmtes Objekt ift ein wirkliches.
In diefer Rükficht ift das Streben nicht endlich;es geht über jene durch das Objekt vorgezeichneteGrenzbeftimmung hinaus, und mufs laut obigem dar-über hinaus gehen, wenn eine solche Grenzbeftim-mung feyn foll. Es beftimmt nicht die wirkliche, voneiner Thätigkeit des Nicht-Ich, die in Wechfelwirkungmit der Thätigkeit des Ich fleht, abhängende Welt,fondern eine Welt, wie fie feyn würde, wenn durchdas Ich schlechthin alle Realität gefezt wäre; mithineine ideale, blofs durch das Ich, und schlechthin durchkein Nicht-Ich gefezte Welt.
Inwie*