Infofern das Ich fich als unendlich fezt, geht fei-ne Thätigkeit (des Setzens) auf das Ich felbft, undauf nichts anderes , als das Ich. Seine ganze Thätig-keit geht auf das Ich, und diele Thätigkeit ift derGrund und der Umfang alles Seyns. Unendlich iftdemnach das Ich, inwiefern feine Thätigkeit in fich felbflZurUkgeht, und infofern ift denn auch feine Thätig-keit unendlich, weil das Produkt derfelben, das Ich,unendlich ift. (Unendliches Produkt, unendlicheThätigkeit; unendliche Thätigkeit, unendliches Pro-dukt; dies ift ein Zirkel, der aber nicht fehlerhaftift, weil es derjenige ift, aus welchem die Vernunftnicht heraustreten kann, da durch ihn dasjenige aus-gedrückt wird, was fcblechthin durch fich felbft, undum fein Selbft willen gewifs ift. Produkt, und Thä-tigkeit, undThätiges find hier Eins, und eben dalfel-be (§. i.), und blofs um uns ausdrüken zu können,unterfchieden wir fie.) Die reine Thätigkeit des Ichallein, und das reine Ich allein ift unendlich. Die rei-ne Thätigkeit aber ift diejenige, die gar kein Objekthat, fondern in ficli felbft zurükgeht.
Infofern das Ich Schranken, und nach dem obi-gen fich felbft in diele Schranken fezt, geht feine Thä-tigkeit (des Setzens) nicht unmittelbar auf fich felbft,fondern auf ein entgegenzufetzendes Nicht-Ich (§. §.2. 5.) Sie ift demnach nicht mehr reine fondernobjektive Thätigkeit (die fich einen Gegenftand fezt.Das Wort Gegenftand bezeichnet vortreflich, was esbezeichnen foll. leder Gegenftand einer Thätigkeit,.infofern er das ift, ift nothwendig etwas der Thätig-keit entgegengefeztes, ihr wider- oder ^^Ziehen-des